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Buchempfehlungen der Redaktion Globalscout


Danuta Harrich-Zandberg und Daniel Harrich - Pharma CrimeDanuta Harrich-Zandberg und Daniel Harrich
Pharma Crime

KEN. Die schlechte Nachricht aus »Pharma-Crime« ist, dass es einen sicheren Schutz vor gefälschten Medikamenten nicht gibt. Wenn bei einer Investition von 1.000 Euro schon 500.000 Euro Gewinn möglich sind, können Patienten nur hoffen, dass die Ermittler mehr Erfolg bei den Pharma-Kriminellen haben als ihre Kollegen von den Rauschgift-Dezernaten.

 
 

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Danuta Harrich-Zandberg und Daniel Harrich haben für ihr Buch über Jahre sehr tief graben müssen. Das Ergebnis fassen sie in »Pharma Crime« zusammen, es inspirierte zu einem dokumentarischen Spielfilm auf den öffentlichen Kanälen und zu Diskussionen darüber, wie sicher unsere Medikamente eigentlich sind.

Von Placebo bis tödlich ist alles möglich

Faktisch sind weltumspannend Netzwerke von Pharma-Kriminellen aktiv. Es gibt Kopien, die den legalen Präparaten sehr nahekommen und zu einem verführerischen Spottpreis vertrieben werden. Manche enthalten verunreinigte Bestandteile in ansonsten korrekten Mengen, in wieder anderen ist nichts von dem, was auf der Packung steht. Von Placebo bis tödlich ist alles möglich.

Auf 270 Seiten »Pharma Crime« gibt es kaum gute Botschaften – weder bei den Nahrungsergänzungsmitteln noch bei überlebenswichtigen Medikamenten bei Diabetes oder Krebs. Kopierer, Panscher und Fälscher haben über das Internet ein leichtes Geschäft. Der Patient vertraut auf seriös gemachten Auftritten, spart sich den Weg zur Apotheke und Drogerie, zahlt tendenziell direkt und kommt den Urhebern bei einem Verdacht nicht hinterher.

Bei Vergiftungen, Dauerschäden und im Todesfall sind die gefälschten Medikamente als alleinige Ursache oft nur schwer nachzuweisen. Selbst in Arztpraxen, in Apotheken und Krankenhäusern, denen wir eher vertrauen können sollten, ist jedes hundertste Präparat gefälscht. Das jedenfalls schätzen Experten nach Recherchen des Autorenpaars. Die US Food & Drug Administration (FDA) geht sogar davon aus, dass bereits zehn Prozent aller Medikamente weltweit gefälscht sind und jährlich etwa eine Million Menschen daran sterben.

Einer davon war 2016 der Sänger Prince nach der Einnahme eines Schmerzmittels. Doch auch andere stark nachgefragte und sogar/erst recht hochpreisige Arzneimittel sind betroffen: Antibiotika, blutdrucksenkende Mittel, Psychopharmaka, Medikamente gegen HIV und Krebs.

Dass Danuta Harrich-Zandberg und Daniel Harrich für ihre Dokumentationen so viele Fälle zusammenfügen konnten, müsste uns eigentlich beruhigen. Denn dann könnten auch die polizeilichen Ermittler solche Spuren verfolgen. Aber die Pharma-Kriminellen sind extrem beweglich und global unterwegs. Und die Gewinnspannen sind für sie längst höher als bei illegalen Rauschmitteln.

Offenbar können wir der Entwicklung nur dadurch etwas entgegensetzen, dass wir weiter auf erfolgreiche Ermittlungen gegen Pharma-Kriminelle hoffen. Zwar sollten wir im Zweifel weiterhin unseren Arzt und Apotheker fragen. Aber da selbst diese Fälschungen ohne entsprechende Untersuchungen kaum erkennen können, bleibt Verbrauchern und Patienten nur übrig, ihren eigenen Konsum immer wieder zu hinterfragen. Das ist leicht gesagt, wenn das eigene Leben noch nicht davon abhängt. - Am Ende von »Pharma Crime« bleibt eine gehörige Dosis Verunsicherung.

Danuta Harrich-Zandberg und Daniel Harrich - Pharma Crime



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