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SympathieMagazin Iran verstehenSympathieMagazin
Iran verstehen

Nachdem Iran viele Jahre lang politisch und wirtschaftlich isoliert war, scheint mit dem Amtsantritt des moderaten Präsidenten Hassan Rohani, dem Abschluss eines Atom-Abkommens und nach einer Parlamentswahl, bei der Reformer und Moderate die Mehrheit erringen konnten, eine neue Ära anzubrechen.

 
 

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Internationale Wirtschaftsdelegationen geben sich die Klinke in die Hand, um mit dem ölreichen Staat wieder ins Geschäft zu kommen. Die gut ausgebildete junge iranische Gesellschaft hat längst den Anschluss an die Moderne gefunden und sehnt sich danach, dass ihr Land auch auf dem internationalen Parkett wieder anerkannt wird.

Iran im Aufbruch – aber wohin führt der Weg?

Iranischer Film, Literatur und Graphik-Design haben einen wichtigen Platz in der modernen Kunstszene erobert. Und: Der Tourismus boomt. Doch wird diese Entwicklung Bestand haben? Das politische System des Iran, das von konkurrierenden Machtzentren zwischen »Hardlinern« und Reformern geprägt wird, ist nach wie vor von Widersprüchen gezeichnet.

Das neue SympathieMagazin »Iran verstehen« versucht, das Land von innen heraus zu beschreiben. In Gesprächen schildern Einheimische ihren Kampf ums tägliche Auskommen und gegen die Widrigkeiten des Systems. Sie beschreiben aber auch ihre Hoffnungen und Träume für eine bessere Zukunft. Darüber hinaus wurden iranische und deutsche Experten eingeladen, ihre Sichtweise auf ein Land im Aufbruch einzubringen.

Die Autorinnen und Autoren führen durch die Geschichte des Iran, erläutern das politische System, die außenpolitischen Beziehungen, Wirtschaft, Religion, Kultur und die Gesellschaft in ihren unterschiedlichen religiösen und ethnischen Facetten. Kritische Punkte wie die Menschenrechtslage und Zensur von Presse und Kunst werden nicht ausgespart. Positive Aspekte, wie das hohe Bildungsniveau der Bevölkerung und die Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen im politischen und wirtschaftlichen Leben, werden gewürdigt. Der Perspektivenwechsel zu einer iranischen Sicht hilft dem Leser zu einer differenzierten Meinung.

In einer Region, die von Bürgerkriegen und Terrorismus zerrissen ist, erscheint der Iran derzeit als ein Anker der Stabilität und Sicherheit. Das allein ist es aber nicht, was das Bereisen des Landes so attraktiv macht. Reiche Kulturdenkmäler mit Zeugnissen der Antike und der islamischen Architektur liegen im Wettstreit um die Gunst der Besucher, ebenso die landschaftlichen Reize der unterschiedlichen Regionen: vom Hochgebirge des Elburs über die grünen fruchtbaren Ebenen Mazanderans und Golestans zu den Wüsten des iranischen Hochlandes. Und die Gastfreundschaft der Iranerinnen und Iraner ist echt und unverfälscht.

Der Magazinbotschafter für »Iran verstehen« – Mahmud Doulatabadi – ist einer der bekanntesten und bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Irans. Er lädt die Leser ein, Iran kennen, verstehen und damit auch lieben zu lernen. Und er ist sich sicher: »Wir wollen verstehen, um zu lieben. Und wir wollen lieben, um zu verstehen.«

Text: Irene Fellmann



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